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Mein Kalenderprojekt „verortet3“, hat in Tokio den „Japan calendar Award 2018“ in Silber gewonnen. Weiterführende Informationen hier Den Artikel zum Kalender von Thomas Morgenroth in der Sächsischen Zeitung vom 18.Oktober 2017 lesen Sie hier. Den Artikel von Karin Weber in der DNN vom 28.Oktober 2017 lesen Sie hier. Vom limitierten Kalender sind nur noch wenige Exemplare vorhanden. Bei Interesse kontaktieren Sie mich bitte unter: kontakt@michael-lange.net bzw. telefonisch unter 0172 3525119.
Aus dem Text von Karin Weber: „Natur ist ein wundervolles Chaos, und unsere Aufgabe und Pflicht ist es, dieses Chaos zu ordnen und zu vollenden.“ Max Beckmann // Michael Lange, der Lichtmaler, ist der Natur der Dinge auf der Spur. Sonne, Mond und Sterne, die kosmische Unendlichkeit sind neben unseren Träumen und irdischen Erlebnissen die Quelle der Phantasie. Michael Lange folgt mit den fotografischen Erkundungen der Realität von Träumen. Er befreit patinierte, weggeworfene Gegenstände und ihre Rudimente aus der Enge und Begrenzung ihrer zweckmäßigen Bestimmung und lässt sie in einer malerisch atmosphärischen Stimmung agieren. -2-
Träumend, mit wachem Verstand und verortet in der Materie seiner seltsamen Fundstücke, setzt er die Dinginszenierungen nun fort. Indem er Zirkel, Klingelschild, Eimergriff, Handschriften und Dokumente, Zinkblech, Metallornamente, Buchdeckel, Schalen, Kronkorken, Medizinschrank, Haken, Löffel und Zahnräder ihrer Endzeitigkeit entzieht, neue Zusammenhänge herstellt, gibt er ihnen auch neuen metaphorisch suggestiven Doppel- und Hintersinn. Man betritt mit den Augen gleichsam einen verwunschenen Garten der Sinneslust, der an ein kleines Welttheater gemahnt, in dem auch Rotkohl und Hundskamille ihren Platz zugewiesen bekommen. Flaches Licht gibt den Kompositionen Räumlichkeit und lässt sie von innen heraus leuchten. So ergeben sich romantische Parodien auf das menschliche Leben, Geschichten von dem was war, was ist und was sein wird – in der Realität der surrealen Zwischenwelten, die uns an uns selbst erinnern, an das Wünschen und Hoffen und an die Sehnsucht nach stillen Orten, wo alles noch seinen Platz hat. - 3 -
In die Oberflächen der historischen Hinterlassenschaften hat die Zeit durch Rost, Oxidation, Fehl- und Bruchstellen ihre Spuren gegraben. Jedoch entzieht das Altern den Dingen nicht ihre geheimnisvolle Anmut. Michael Lange besitzt die Gabe den sinnlichen Zauber ihrer Existenz mit verträumter Intensität zu entdecken. Ein magischer Funke springt über angesichts der Fotografien von Michael Lange. Es sind vor allem die berauschende Farbigkeit, die räumliche Plastizität der Kompositionen, die durch die Dramaturgie des Lichts die Sinne schärfen und die Phantasie des Betrachters entzünden. Warum fühlt man sich so angezogen? Warum muss man nahezu zwanghaft den Sinn ergründen, der sich doch immer wieder entzieht? Es ist eine starke Sehnsucht nach Schönheit, nach Poesie, nach Stabilität, nach Harmonie, die uns den Inszenierungen hingebungsvoll folgen lässt. Es gibt ein klares Oben und ein Unten, oftmals eine Horizontlinie, Quadraturen von intensiver Farbigkeit. Michael Lange lässt Dualismen lebendig werden: hell und dunkel, warm und kalt, vorne und hinten, Bewegung und Stillstand. Ja mitunter ist auch Bewegung angedeutet. Man vermeint Wolkenbildung und Wellenschlag nachzuempfinden. - 4 -
Der Fotograf schafft es nicht nur, die atmosphärischen Stimmungen der Jahreszeiten spielerisch zu erfassen, er erinnert uns auch daran, dass alles seine Zeit hat und dass man im kleinen Detail auch die großen Zusammenhänge erfassen kann, die unsere Welt ausmachen und unser Leben bestimmen. Im langen Betrachten liegt die Erkenntnis, dass ein stilles Nachsinnen, ein Meditieren über den Sinn des Lebens einschließt. Michael Lange ordnet und vollendet das Chaos der Natur der Dinge im Sinne Max Beckmanns mit lyrischem Nachklang. Karin Weber, Kunstwissenschaftlerin, im September 2017

Fotograf Michael Lange, Schulweg 3, 01731 Quohren (bei Dresden), Telefon: +49 (0) 172 35 25 119, Telefax: +49 (0) 35 20 63 95 59, E-Mail: